Ein Puppenhaus bauen

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Kinder können viele glückliche Stunden damit zubringen, mit einem Puppenhaus zu spielen. Auch Sie werden Spaß daran haben, ein Holzpuppenhaus ganz nach Ihren Wünschen zu bauen.

Maßstab
Ein Puppenhaus wird üblicherweise in einem Maßstab von 1:12 oder 1:24 gebaut. Der Maßstab steht dafür, um wie viel kleiner das Puppenhaus ist als „ein echtes“. Ein Maßstab von 1:24 bedeutet also, dass 1 cm in Ihrem Modell 24 cm in der Wirklichkeit entsprechen. Die Wirklichkeit ist also um das 24-Fache verkleinert. Bei einem Maßstab von 1:12 ist die tatsächliche Größe hingegen nur um das 12-Fache verkleinert.

Gegenstände im Miniaturformat wie Figuren, Betten, Schränke, Tische und Stühle runden Ihr Puppenhaus ab. Welchen Maßstab Sie für Ihr Puppenhaus wählen, hängt von dem Platz ab, den Sie dafür bei sich zu Hause haben. Wenn Sie einen Maßstab von 1:24 wählen, entspricht das in etwa dem Maßstab des Playmobil-Spielzeugs, das viele Kinder besitzen. Das eignet sich also hervorragend für Ihr Puppenhaus.

Puppenhäuser werden aus Holz gefertigt, oftmals aus 9 mm dickem Birkensperrholz. Wenn Sie Ihr Puppenhaus selbst entwerfen, können Sie es ganz nach Ihrem Geschmack mit Zimmern ausstatten, beispielsweise mit einem Wohnzimmer, einem Flur, einer Toilette, einem Badezimmer, einem Schlafzimmer, einer Küche oder einer Garage. Um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie das fertige Puppenhaus aussehen wird, können Sie die Zimmer bei sich zu Hause ausmessen und die Maße in einem Maßstab von 1:24 umrechnen. Dann können Sie leichter entscheiden, wie groß Ihr selbst gebautes Puppenhaus werden soll. Sie können auch Fenster und Türen aus Plexiglas sowie die Vorder- und Seitenwände hinzufügen.

Benötigtes Material
- Holz: 9-mm-Birkensperrholz, Buchen- oder MDF-Platte
- Holzleim
- Abdeckband

  1. Puppenhaus entwerfen

    Zunächst fertigen Sie eine Bauskizze an, die zeigt, wie das fertige Puppenhaus aussehen soll. Schreiben Sie die Außenmaße des Puppenhauses auf die Zeichnung. Der mittlere Teil des Puppenhauses besitzt zwei Stockwerke. Viele Zimmer müssen möbliert werden, und das Puppenhaus wird rund herum offen und mit abnehmbaren Dachabschnitten gebaut. So können die Kinder leichter im Inneren mit Puppen und anderem Beiwerk spielen.

  2. Grundriss maßstabsgetreu erstellen

    Als ersten Schritt zeichnen Sie den Grundriss auf ein Blatt Papier, damit Sie die Grundfläche des Puppenhauses bestimmen können. Unterteilen Sie die Grundfläche auf Millimeterpapier in gleiche Teile. So können Sie besser sehen, wo Sie Wände einsetzen müssen, und außerdem stellen Sie sicher, dass alle Maße einheitlich sind.

  3. Grundfläche gestalten

    Erstellen Sie ein Raster mit einer nicht allzu großen Grundfläche – denken Sie daran, dass es bei Ihnen zu Hause in eines Ihrer Zimmer passen muss. Das Wohnzimmer, die Türen und die Treppen des Puppenhauses fügen Sie später hinzu. Alle Maße und Proportionen werden dem Raster entsprechend berechnet, bei dem die Wandteile soweit wie möglich die gleichen Maße aufweisen. Das erleichtert die Ausgestaltung und hilft, Fehler zu vermeiden.

  4. Bodenplatte aussägen

    Wenn Sie alles überprüft haben und Ihnen das Ergebnis gefällt, können Sie den Grundriss auf die Bodenholzplatte übertragen. Sägen Sie die aufgezeichnete Bodenplatte aus einer 9-mm-Sperrholzplatte aus. Verwenden Sie dazu eine Stichsäge mit einem sehr feinzahnigen Blatt. Bohren Sie innerhalb der Linien an allen vier Ecken Löcher, die groß genug sind, dass sich die Stichsäge darin drehen kann. Sägen Sie dann nacheinander die Wände sowie nach Bedarf die Öffnungen für Türen und Fenster aus.

  5. Wände des Pumpenhauses einsetzen

    Setzen Sie die Wände des Puppenhauses in einer logischen Reihenfolge auf die Bodenplatte. Bevor Sie die Wände an der Bodenplatte festleimen, müssen Sie sich überlegen, in welcher Reihenfolge dies gemacht werden soll. So behalten Sie immer einen klaren Überblick darüber, was Sie machen. Nachdem Sie die Wandplatten ausgesägt haben, möchten Sie vielleicht noch Fensterrahmen einsetzen. Sie können fertige Puppenhausfenster in einem Bastelladen in Ihrer Nähe kaufen. Sägen Sie die Öffnungen jedoch erst aus, wenn Sie die Fensterrahmen gekauft haben. Es könnte sein, dass Sie sonst keine passenden Rahmen finden. Rechnen Sie beim Sägen rund um die Öffnung für die Fensterrahmen 1 bis 1,5 mm zusätzlichen Platz ein. Alternativ können Sie die Fensterrahmen auch aus langen Streichhölzern (Kaminstreichhölzern) fertigen.

    Sie haben die Wahl, ob Sie die Wandplatten einfach nur mit weißem Holzleim hoher Qualität festkleben oder ob Sie sie mit Leim und Schrauben befestigen. Wenn Sie die Wände festschrauben möchten, eignen sich Kreuzschlitzschrauben der Maße 2,5 x 20 mm oder 2,5 x 25 mm am besten. Bohren Sie die Schraubenlöcher mit einem feinen Holzbohrer vor, und versenken Sie die Schrauben, sodass die Köpfe in der Oberfläche der Platten eingelassen sind. Fixieren Sie die Platten mit Abdeckband, während der Leim trocknet.

  6. Wandhöhen und Konstruktion prüfen

    Die Platten müssen unbedingt präzise ausgesägt werden. Schon eine Größenabweichung von 1 mm kann es wesentlich erschweren, alle Platten des Puppenhauses so zusammenzubauen, dass sie richtig passen und eine stabile Struktur bekommen. Es lohnt sich also sorgfältig zu prüfen, ob alle ausgesägten Platten die gleiche Höhe und Oberfläche aufweisen. Die Höhe der Wände basiert auf einer Standardzimmerhöhe von 2,65 Metern. Setzen Sie dann die Wände in der richtigen Reihenfolge auf die Bodenplatte.

  7. Zwischenprüfung

    Überprüfen Sie immer wieder, dass alles richtig zusammenpasst – die Konstruktionszeichnung könnte einen Fehler aufweisen, oder vielleicht haben Sie bei der Maßstabsberechnung einen Fehler gemacht. Setzen Sie dann die übrigen Wände in der richtigen Reihenfolge auf die Bodenplatte.

  8. Obergeschoss anbringen

    Zeichnen Sie für das Obergeschoss des Puppenhauses eine waagerechte Markierungslinie an die Wände. Achten Sie darauf, dass die Linie rundherum in gleicher Höhe angezeichnet ist. Im vorderen Teil der Bodenplatte befindet sich ein Ausschnitt, um das Spielen und Möblieren zu erleichtern.

  9. Mittleren Dachabschnitt anbringen

    Zeichnen Sie die Umrisse der mittleren Dachplatte ein, mit Überhängen an den Außenkanten. Sägen Sie die Dachplatte aus einer 9-mm-Sperrholzplatte aus, und schleifen Sie die Kanten glatt. Leimen Sie einen Haltestreifen unter der Außenkante der Dachplatte fest, damit die lose Dachplatte nicht herunterfällt.

  10. Die beiden äußeren Dachplatten anbringen

    Zeichnen Sie die Umrisse der beiden Dachplatten des Puppenhauses ein, auch hier mit Überhängen an den Außenkanten. Sägen Sie diese aus einer 9-mm-Sperrholzplatte aus. Leimen Sie einen Haltestreifen unter den Außenkanten der beiden Dachplatten fest, damit die lose Dachplatte nicht herunterfällt.

  11. Treppe einbauen

    Sie können die Treppe zum Obergeschoss an der Innen- oder Außenseite anbringen. Die Treppe lässt sich auf unterschiedliche Weise fertigen, beispielsweise gerade oder mit einer 90°-Wendelung. Die Stufen sind aus kleinen Sperrholzbrettern gefertigt.

  12. Puppenhaus fertig stellen

    Entfernen Sie alle Splitter, und schleifen Sie alle Teile des Puppenhauses leicht ab.

    Wenn Sie ein wirklich einzigartiges Puppenhaus haben möchten, können Sie es mit selbst gebauten Möbeln im gleichen Maßstab ausstatten. Sie können die winzigen Möbelstücke auch aus stabilem Karton fertigen. Die Möbel können dabei auf den Stil des Wohnzimmers, der Küche, des Schlafzimmers oder des Badezimmers abgestimmt werden.

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