Eine Veranda bauen

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Eine Veranda oder überdachte Terrasse hat in Ihrem Garten eine wichtige Funktion: Sie schützt vor Regen, Sonne und herabfallenden Blättern. Eine Veranda kann freistehend oder an die Hauswand angelehnt sein. Sie kann aus Holz oder Aluminium bestehen und zu allen Seiten offen oder teilweise mit Wänden versehen sein. Das Dach kann aus lichtundurchlässigen Metallschindeln oder transparenten oder durchscheinenden Polycarbonatplatten bestehen. In beiden Fällen ist ein Wasserablauf erforderlich. Das Dach muss in einer Höhe von mindestens 2,2 m angebracht werden. Außerdem sollten Sie bei einer Veranda die Höhe des Rahmens und bei Bedarf auch der Türen des Hauses bedenken, die sich öffnen und schließen lassen müssen. Die gleiche Dachkonstruktion lässt sich auch als Carport verwenden.

Benötigtes Material
•    Holzbalken
•    Dachlatten
•    Träger
•    Kuhfuß
•    Schrauben
•    Wanddübel
•    Mörtel
•    Balkenhalterungen
•    Dachpappe
•    Bitumen oder Lack

Wir nehmen als Beispiel eine Höhe von 2,2 m, eine Breite von 6 m und eine Tiefe von 4 m. Dafür benötigen Sie 3 starke Pfosten, 9 x 9 cm und 2,8 m lang, sowie 2 Stützbalken und 7 Querstreben. Verwenden Sie gehobelte, imprägnierte Kiefer oder eine andere für den Außenbereich geeignete Qualität.
Für das Dach können Sie unterschiedliche Materialien wählen, zum Beispiel Metall, schwarzes PVC, Holz, Dachpappe, Asphaltschindeln oder durchscheinende Plastikplatten. Verwenden Sie im Freien immer Befestigungsmaterialien aus Edelstahl. Diese sind zwar etwas teurer, halten aber auch wesentlich länger.

 

  1. Position markieren

    Als Erstes müssen Sie festlegen, wo und wie die Veranda errichtet werden soll. Messen Sie, wie lang und breit die Überdachung sein soll und wo die Pfosten stehen müssen. Beginnen Sie dabei mit einer Zeichnung und entscheiden Sie dann, welche Materialien in welchen Größen bzw. mit welchen Abmessungen Sie brauchen. Wenn Sie den Standort der Veranda bestimmt haben, markieren Sie die exakte Position mithilfe einer Schnur.

  2. Wasserabfluss

    Wenn Sie die Veranda an die Wand montieren, sollte das Dach eine Neigung von mindestens 5° haben. Das bedeutet einen Höhenunterschied von 10 bis 12 cm pro Meter Boden. Wenn es bei Ihnen im Winter viel schneit, sollte die Neigung sogar noch größer sein. Wenn Sie sich für ein Flachdach entscheiden, bringen Sie an den Dachkanten Regenrinnen und ein Ablaufrohr an.

  3. Markieren

    Um die Position der Pfosten zu markieren, zeichnen Sie Linien an der Außenseite der Schnur. Die Pfosten sollten einen Abstand von 2 bis 3 m voneinander haben und in der Mitte einer Terrassenfliese aufgestellt werden, damit sie nicht in den Boden einsinken können. Die Pfosten stützen die horizontalen Träger, auf denen die Querstreben montiert werden. Der Aufbau des Daches geht am besten zu zweit.

  4. Wandbalken anbringen

    Der Wandbalken wird an der Hauswand angebracht und stützt die Querstreben. Er hat die gleiche Querschnittgröße wie der Trägerbalken. Rechnen Sie aus, in welcher Höhe der Wandbalken befestigt werden muss, und kalkulieren Sie eine Neigung von mindestens 10–13 cm pro Meter ein. In unserem Fall nehmen wir 10 x 4 cm = 40 cm. Die untere Dachhöhe muss im vorderen Bereich mindestens 2,2 m betragen.

  5. Wandbalken befestigen

    Bohren Sie zuerst die Löcher im Wandbalken vor. Halten Sie dann den Balken an die Wand und markieren Sie die Mitte eines Ziegelsteins oder der Fuge zwischen den Steinen. Sie können eine Querfuge als Orientierung nutzen, damit der Balken optisch horizontal angebracht wird.

    Bohren Sie die Löcher für die Wanddübel vor und prüfen Sie mithilfe einer Wasserwaage, dass der Wandbalken horizontal liegt. Die Schraubverbindung befindet sich in der Mitte des Wandbalkens.
     

  6. Schlagdübel verwenden

    Verwenden Sie Schlagdübel: Diese sind mit einem Nagel bzw. einer Spezialschraube ausgestattet und werden mit einem Hammer in das Bohrloch eingeschlagen. Die Montage ist dadurch erheblich schneller als mit Schrauben, und diese Methode eignet sich ideal für das Anbringen des Wandbalkens. Nachdem Sie den Schlagdübel eingeschlagen haben, ziehen Sie die Schraube mit dem Schraubendreher an.

  7. Pfostenträger zur Befestigung auf dem Boden

    Wenn Sie keine Löcher in Ihre Terrassenfliesen oder Steinplatten machen wollen oder nicht das nötige Werkzeug dafür besitzen, sind aufschraubbare Pfostenträger eine gute Lösung. Sie können einfach auf die Fliesen oder Steinplatten aufgeschraubt werden und halten dann den Pfosten in Position. Achten Sie darauf, dass die Pfosten exakt vertikal ausgerichtet sind. Prüfen Sie dies mithilfe einer Wasserwaage oder eines Lots nach.

  8. Mittlerer Pfosten der Veranda

    Stellen Sie den mittleren Pfosten an der entsprechenden Markierung auf. Ziehen Sie eine Schnur zwischen den beiden Endpfosten und stellen Sie sicher, dass die oberen Kanten aller Pfosten exakt ausgerichtet sind.

  9. Trägerbalken auf den Pfosten anbringen

    Der Träger hat die gleichen Abmessungen wie der Wandbalken und wird auf den drei Pfosten angebracht. Um sicherzustellen, dass das Dach stabil ist, werden diagonale Stützen zwischen Pfosten und Träger angepasst und mit geeigneten Schrauben befestigt. Auch hier ist es wichtig, die Löcher für die Schrauben vorzubohren.

  10. Dachträger anbringen

    Wenn Sie den vorderen Träger sicher befestigt und geprüft haben, dass er exakt horizontal liegt, können Sie die Querträger für das Dach befestigen. Achten Sie auch hier wieder darauf, dass die Schrauben die richtige Größe haben. Die Querträger werden auf dem vorderen Träger und dem Wandbalken mit einem Abstand von 1 m zwischen den Querträgern festgeschraubt. Danach müssen Sie nur noch das Dach verlegen, zum Beispiel aus Holzplatten, Trapezblech oder durchscheinenden Polycarbonatplatten.

  11. Trapezblech

    Trapezbleche sind einfach zu installieren und robust. Zusammen mit Schrauben mit Gummidichtung bilden Sie ein wasserdichtes Dach für Ihre Veranda. Lassen Sie die Bleche überlappen, damit kein Wasser durch Schlitze dringen kann. Tragen Sie unbedingt Arbeitshandschuhe – die Bleche haben scharfe Kanten. Am Wandabschluss können Sie ein Profil mit gleicher Form wie die Dachabdeckung anbringen und die obere Kante versiegeln, damit der Abschluss wasserdicht ist.

  12. Durchscheinendes Polycarbonat

    Wenn Sie ein lichtdurchlässiges Dach wünschen, sind transparente 16-mm-Polycarbonatplatten eine gute Lösung. Sie sind robust und einfach anzubringen. Mit den passenden Kantenprofilen lassen sie sich auch ganz leicht versiegeln. Am Wandabschluss können Sie dafür Aluminiumprofile verwenden und dann die obere Kante zwischen Wand und Profil mit Silikon abdichten. Entfetten Sie die Kante, bevor Sie das Silikon auftragen. Alternativ dazu können Sie ein dickes Abdichtband oder eine doppelte Gummiabdichtung mit Wanddübeln und Schrauben befestigen.

  13. Die Pfosten im Boden verankern

    Wenn Sie die Pfosten ins Erdreich einlassen möchten, beginnen Sie mit dem Eckpfosten und folgen Sie den Markierungen. Verwenden Sie einen schmalen Spaten oder Erdbohrer, um ein schmales Loch von 60 bis 80 cm Tiefe zu graben. Damit die Pfosten sicher stehen, müssen Sie bis ins feste Erdreich graben. Es hilft, den Boden vor dem Graben zu befeuchten. Damit erleichtern Sie sich die Arbeit.

  14. Holzschutzmittel auftragen

    Damit das Holz geschützt ist und nicht verrottet, können Sie auf das untere Enden der Pfosten Bitumen oder Lack auftragen.

  15. Pfosten aufstellen

    Die drei Pfosten in den Löchern müssen die gleiche Höhe haben wie die Mittellinie der Markierungen. Treiben Sie die Pfosten mit einem Vorschlaghammer vorsichtig in den Boden, bis sich die oberen Enden der Pfostens auf der richtigen Höhe befinden. Prüfen Sie beim Einschlagen kontinuierlich nach, dass die Pfosten exakt vertikal ausgerichtet sind. Tragen Sie immer Arbeitshandschuhe, damit Sie sich keine Splitter einziehen.

  16. Beton gießen

    Gießen Sie Beton in die Löcher. Die notwendige Menge Beton ist von der Anzahl der Pfosten abhängig. Verwenden Sie eine Mischung aus 1 kg groben Sand, 1 kg Kies und 0,5 kg Zement. Sie können auch schnelltrocknenden Mörtel direkt in die Löcher geben und Wasser hinzufügen. Achten Sie darauf, dass die Pfosten ihre vertikale Position halten und korrekt ausgerichtet sind. Verwenden Sie während des Gießens zur Überprüfung eine Wasserwaage oder ein Lot. Zum Schluss schlagen Sie die Pfosten mit dem Griff des Vorschlaghammers fest in den Boden.Gießen Sie Beton in die Löcher. Die notwendige Menge Beton ist von der Anzahl der Pfosten abhängig. Verwenden Sie eine Mischung aus 1 kg groben Sand, 1 kg Kies und 0,5 kg Zement. Sie können auch schnelltrocknenden Mörtel direkt in die Löcher geben und Wasser hinzufügen. Achten Sie darauf, dass die Pfosten ihre vertikale Position halten und korrekt ausgerichtet sind. Verwenden Sie während des Gießens zur Überprüfung eine Wasserwaage oder ein Lot. Zum Schluss schlagen Sie die Pfosten mit dem Griff des Vorschlaghammers fest in den Boden.

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